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Heiße Tage, kühle Räume: SPD will Hitzeschutz für Steinbachs Kitas

11. Sept.
2 Min. Lesezeit
Dr. Martina Döbert, Elke Barth und Bettina Wehrheim rüsten sich vor der städtischen Kita symbolisch gegen die Hitze: mit kühlem Tuch, Klimaanlage und Fächer nehmen sie den Kampf um bessere Bedingungen in den Kita-Räumen selbst in die Hand.
Dr. Martina Döbert, Elke Barth und Bettina Wehrheim rüsten sich vor der städtischen Kita symbolisch gegen die Hitze: mit kühlem Tuch, Klimaanlage und Fächer nehmen sie den Kampf um bessere Bedingungen in den Kita-Räumen selbst in die Hand.

Elke Barth informiert vor Ort über die hessische „Hitzehilfe für Hessen"

Wenn draußen die Temperaturen auf fast 42 Grad steigen, wird auch der Alltag in einer Kita zur Herausforderung. Fenster auf oder zu, trinken, Schatten suchen – irgendwann reicht das nicht mehr. Gerade Gruppen- und Schlafräume heizen sich an solchen Tagen stark auf, für kleine Kinder und ihre Erzieherinnen und Erzieher eine enorme Belastung.

 

„Wir alle haben in diesem Jahr erlebt, wie heiß die Sommertage werden können – mit Temperaturen von teilweise fast 42 Grad. Gerade für kleine Kinder und die Erzieherinnen und Erzieher sind solche Temperaturen eine enorme Belastung", sagt Bettina Wehrheim, stellvertretende Vorsitzende der SPD Steinbach. „Wir müssen unsere Kitas deshalb besser auf solche Tage vorbereiten."

 

Eine konkrete Möglichkeit bietet jetzt das Land Hessen mit der „Hitzehilfe für Hessen": Über drei Jahre stellt es rund 10 Millionen Euro bereit, um mobile und teilstationäre Klimaanlagen für Kitas und Pflegeeinrichtungen zu fördern – bis zu 5.000 Euro pro Standort. So sollen flexibel „Kälteinseln" entstehen; landesweit könnten so mehr als 6.000 Anlagen pro Jahr gefördert werden. Antragsberechtigt sind kommunale, freigemeinnützige und private Träger.

 

Wie Steinbach diese Chance nutzen kann, war Thema eines Vor-Ort-Termins mit der SPD-Landtagsabgeordneten Elke Barth, Bettina Wehrheim und Dr. Martina Döbert, Nachrückerin in der SPD-Fraktion.

 

„Ich freue mich sehr, dass die SPD in Steinbach dieses Thema aufgreift und die Fördermöglichkeiten unseres Landes nutzen möchte", erklärt Elke Barth. „Mit der ‚Hitzehilfe für Hessen' haben wir ein konkretes Angebot geschaffen, um Kinder und Beschäftigte besser vor gesundheitlich belastender Hitze zu schützen. Jetzt kommt es darauf an, diese Möglichkeit auch vor Ort zu nutzen."

 

Für die SPD ist dabei wichtig, alle Steinbacher Kitas in den Blick zu nehmen: Die Stadt soll die Förderung für ihre eigenen Einrichtungen nutzen und zugleich freie und andere Träger über das Programm informieren – der Schutz Steinbacher Kinder darf nicht davon abhängen, wer ihre Kita betreibt.

 

„Wir wollen, dass aus der Landesförderung konkrete Verbesserungen für die Kitas in Steinbach entstehen. Deshalb wird die SPD-Fraktion das Thema aufgreifen und im Oktober einen entsprechenden Antrag in die Stadtverordnetenversammlung einbringen", erklärt Dr. Martina Döbert. „Damit wollen wir die Grundlage schaffen, dass die Fördermöglichkeiten geprüft und dort genutzt werden, wo sie für Kinder und Beschäftigte einen spürbaren Unterschied machen."

 

Die Förderung soll vor allem schnell und pragmatisch helfen: Statt aufwendiger Umbauten können mobile und teilstationäre Anlagen genau dort eingesetzt werden, wo an besonders heißen Tagen zusätzlicher Schutz gebraucht wird – etwa in Gruppen-, Schlaf- oder anderen regelmäßig genutzten Räumen.

 

Wenn extreme Hitze zum neuen Sommeralltag gehört, müssen auch unsere Kitas darauf vorbereitet sein. Das Wohl der Kinder und die Gesundheit der Erzieherinnen und Erzieher stehen dabei an erster Stelle.

 

Klar ist für die SPD aber auch: Die Klimaanlagen können nur eine kurzfristige Abhilfe sein. Mittel- und langfristig braucht Steinbach ein eigenes Hitzeschutzkonzept, um strukturiert, abgestimmt und nachhaltig auf immer heißere Sommer reagieren zu können – nicht nur in Kitas, sondern für die gesamte Stadt.


 
 
 

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