Bauland für Steinbacher Familien: SPD will städtische Grundstücke nicht an den Höchstbietenden verkaufen, sondern Familien eine Zukunft ermöglichen

Eine junge Familie aus Steinbach. Zwei kleine Kinder. Beide Eltern arbeiten, engagieren sich vielleicht im Fußballverein, bei der TuS, in der Feuerwehr oder in einem anderen Verein. Sie leben seit Jahren hier, haben ihre Freunde, ihre Familien und ihr soziales Umfeld in Steinbach. Sie wollen bleiben – aber sie können beim Kauf eines Grundstücks nicht mit demjenigen mithalten, der einfach das höchste Gebot abgeben kann. Das ist leider seit vielen Jahren Realität in Steinbach.
Genau für diese Familien will die SPD-Fraktion die städtischen Grundstücke einsetzen.
Die SPD fordert deshalb, die Grundstücke im Baugebiet „Taubenzehnten II – 3. Bauabschnitt“ nicht länger allein nach dem Höchstgebot zu vergeben. Stattdessen soll ein transparentes Vergabeverfahren entstehen, das vor allem Ortsverbundenheit und Familien mit kleinen Kindern berücksichtigt.
„Wir wollen die jungen Familien in Steinbach halten, die hier verwurzelt sind und ihre Zukunft hier sehen. Wenn eine Familie seit vielen Jahren in Steinbach lebt, kleine Kinder hat und sich ehrenamtlich engagiert oder beruflich für unsere Stadt einbringt, dann ist das genau die Familie, die wir unterstützen wollen“, sagt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Pia Sauerwald.
Steinbach lebt von seinen Menschen
Für die SPD geht es um mehr als einen Grundstücksverkauf. Es geht um die Frage, wie wir in unserer Stadt das bestehende soziale Umfeld in zehn oder zwanzig Jahren erhalten wollen.
Steinbach lebt von seinen Familien und von den Menschen, die Verantwortung übernehmen: in der Feuerwehr, im Fußballverein, beim Turn- und Sportverein, in Kulturvereinen, sozialen Initiativen und vielen anderen Organisationen. Sie bilden das Rückgrat des gesellschaftlichen Lebens.
„Städtischer Boden ist endlich. Wenn wir ihn verkaufen, können wir ihn nur einmal politisch nutzen. Deshalb dürfen wir nicht nur fragen, wer am meisten bezahlen kann. Wir müssen fragen, wen wir in Steinbach halten wollen. Eine junge, hier verwurzelte Familie mit Kindern ist für unsere Stadt langfristig ein Gewinn“, sagt SPD-Nachrücker und Bauexperte Rüdiger Voerste.
Die SPD will deshalb das soziale Gleichgewicht in Steinbach stützen, erhalten und weiterentwickeln. Neben dem Ortsbezug soll insbesondere die familiäre Situation berücksichtigt werden. Ein Familien- und Kinderbonus sowie Punkte für gesellschaftliches und unternehmerisches Engagement sind Teil der vorgeschlagenen Vergaberichtlinie.
Auch Steinbacherinnen und Steinbacher, die wegen Ausbildung, Studium oder Beruf vorübergehend weggezogen sind, sollen eine Chance erhalten, in ihre Heimat zurückzukehren.
„Unsere Stadt. Unsere Zukunft.“
Die SPD hält es für unsozial, städtische Grundstücke weiterhin ausschließlich an den Höchstbietenden zu verkaufen. Kommunales Eigentum soll nach ihrer Vorstellung nicht nur möglichst viel Geld einbringen, sondern einen langfristigen Nutzen für die Stadtgesellschaft schaffen.
Gleichzeitig sollen Eigennutzungsverpflichtungen und Regelungen gegen Spekulation sicherstellen, dass die Förderung tatsächlich den vorgesehenen Familien zugutekommt. „Wir wollen städtische Grundstücke fair und verantwortungsvoll vergeben. Dabei sollen Steinbacher Familien, die hier verwurzelt sind und sich für unsere Stadt engagieren, eine echte Perspektive bekommen“, fasst Sauerwald zusammen.
Über den Antrag der SPD-Fraktion entscheidet die Stadtverordnetenversammlung am 7. September 2026.




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