Steinbacher Tafel und wasserdurchlässige Wege und Flächen

Koalition bringt Anträge ins Stadtparlament



Zur nächsten Stadtverordnetenversammlung am 30.08.2021 wird die FDP/SPD-Koalition unter anderem auf SPD-Initiative einen Antrag zur Schaffung einer dauerhaften und regelmäßigen Steinbacher Tafel einbringen. Dabei erklärt die SPD-Stadtverordnete und Mitglied im Ausschuss für Soziales Heike Schwab (SPD), dass man dadurch sowohl sozial benachteiligten Mitbürgern helfen, als auch die Lebensmittelverschwendung reduzieren möchte. „Wir möchten, dass der Magistrat der Stadt hier entsprechende Gespräche mit unseren ortsansässigen Lebensmittelgeschäften, Kirchen und Institutionen führt sowie dem Sozialamt des Hochtaunuskreises. Es ist zwar schade, dass es in einem reichen Land wie Deutschland überhaupt Tafeln geben muss, aber es handelt sich um eine gute Organisation, die vielen Menschen hilft“, so Schwab weiter. Zudem helfen die Tafeln die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, was ebenfalls ein hoher Wert sei.

Der zweite Antrag geht ebenfalls auf den Koalitionsvertrag der beiden Partner zurück und könnte aktueller kaum sein. Vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz, verweist Stadtverordneter und ehrenamtlicher Feuerwehrmann Daniel Gramatte (SPD) darauf, wie wichtig Versickerungsflächen sind. „Bei unserem Fluthilfeeinsatz in Nordrhein-Westfalen Ende Juli konnten wir unter anderem sehen, was passiert, wenn Wasser nicht mehr abfließen kann. Auch in Steinbach sind zu viele Wege und Plätze versiegelt und es liegen zu viele Steine und Platten. Es gibt neue und intelligente Materialien, um gute und feste Flächen zu schaffen, bei denen aber auch Regenwasser versickern kann“, so Gramatte. Es führt aus, dass die Koalition den Magistrat beauftragen möchte, darauf hinzuwirken, dass bei neuen Wegen, Plätzen und öffentlichen Parkflächen Niederschlagswasser immer an Ort und Stelle versickern kann und nicht in die Kanalisation geleitet werden muss, welche dadurch bei sehr starken Niederschlägen überlastet werden kann.

(Heike Schwab vor dem Büro der Sozialen Stadt und Daniel Gramatte auf einem wasserdurchlässigen Weg in Steinbach, Fotos der SPD Steinbach)