SPD: Unsere Ideen für Steinbach – „Wahlprogramm“

Das Wahlprogramm der SPD Steinbach für die Stadtparlamentswahl am 14. März umfasst rund 40 konkrete Initiativen, die sowohl die Parteimitglieder als auch ihre parteilosen Kandidaten miteinander entwickelt haben. „Dabei flossen die Gesprächsergebnisse unserer langjährigen Bürgerdialoge mit ein, als auch einiges von unseren Freunden und Nachbarn“, so SPD-Chef und Spitzenkandidat Moritz Kletzka.

Ellen Cappelluti ist das Thema Stadtgrün dabei sehr wichtig: „Ich lebe mit meinem Mann seit mittlerweile 50 Jahren in Steinbach und genieße Spaziergänge mit meinen Kindern und meinem Enkel in der Natur. Das Grün um Steinbach zu erhalten und bei einem deutlichen ‚Nein‘ zu einer Bebauung westlich der A5 zu bleiben, muss das Ziel sein. Gleichzeitig wäre eine Alleen-Bepflanzung zwischen Rewe und Berliner Straße optisch sehr schön sowie mehr Blumen und Bäume in der Stadt, bspw. am Freien Platz.

Und ich denke, dass es richtig ist, sich für die Ausweisung von Flächen für Kleingärten einzusetzen, damit Familien ohne Garten auch eine Chance auf privates Grün haben.“

Stadtrat Jürgen Euler, parteilos, sieht für sich die Themen Umwelt- und Klimaschutz verantwortlich: „Meine Frau und ich haben vor 10 Jahren eine Solaranlage auf unserem Dach installiert. Bisher haben wir damit nur gute Erfahrungen gemacht und sie hat sich gerechnet. Städtische Gebäude sollten daher ebenfalls mit solchen Anlagen versehen werden und darüber hinaus werden wir uns für einen Bürgersolarpark einsetzen. In Eschborn wird ein solcher bereits umgesetzt. Um die Sache abzurunden und als passionierter Radfahrer gehört für mich dann auch noch ein Radwegekonzept für Steinbach und Umgebung dazu. Hier ist einiges bereits konkret in Planung, wie bspw. die Verbindungen nach Nieder- und Oberhöchstadt sowie der Radschnellweg nach Frankfurt. Genauso wichtig und auch sehr schnell umsetzbar, ist für mich die bessere Wartung und Pflege der schon bestehenden Radwegeverbindungen in der Region.“

Bettina Wehrheim vertritt besonders die sozialen Themen, welche der Diplom-Pädagogin, die in der ambulanten Betreuung arbeitet, sehr bekannt sind: „Für alle Eltern von kleinen Kindern sind die Themen Kita und Spielplätze in Steinbach von Bedeutung. Auch bei uns Zuhause ist das ein großes Thema. Nicht nur als Mutter finde ich es wichtig, dass wir uns zukünftig für die jährliche Sanierung und den Ausbau eines Steinbacher Spielplatzes einsetzen. Insbesondere Schattenplätze fehlen hier im Sommer. Und die Prüfung von einkommensabhängigen Kita-Gebühren ist mir ebenfalls ein Anliegen, obwohl das langfristige Ziel der SPD in der kompletten Abschaffung der Kita-Beiträge besteht.“

Die parteilose Hannah Listing und der Stadtverordnete Alexander Hartwich sehen sich der Politik für Kinder und Jugendliche sehr verpflichtet. „Ich bin 32 Jahre alt, mein Mann und ich haben einen kleinen Sohn, ich singe in einer Band und leite ein Betreuungszentrum in Oberursel. Dadurch kenne ich die verschiedenen Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen und weiß, aufgrund meiner Profession, worauf es in der Sozialen Arbeit ankommt. Ein Kinder- und Jugendtreff, geleitet von einer hauptamtlichen Kraft, die Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche und Eltern ist, aber auch die verschiedenen Institutionen in Steinbach vernetzt, um gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen altersentsprechende Angebote und Projekte zu entwickeln – das ist es, was die Steinbacher Jugend braucht!“ so Listing.

Alexander Hartwich unterstreicht: „Wenn unsere Jugendlichen einen Treffpunkt haben, an dem sie sich wohl fühlen, passiert auch in der Stadt weniger Unsinn. Deshalb strebt die SPD auch ergänzend einen Streetworker an. Gut für die Jugend, gut auch für das Thema Ordnung und Sauberkeit.“ Hartwich möchte sich zudem dafür einsetzen, dass aus dem Prüfauftrag des letzten Jahres endlich der beschlossene Grillplatz für Steinbach realisiert wird.

Heike Schwab, die stellv. SPD-Vorsitzende, die sich nicht nur lange als Beiratsmitglied eines Steinbacher Seniorenheims engagiert hat, stellt die Gesundheitsthemen der SPD heraus: „Das wir einen Kinderarzt in der Stadt brauchen, ist mindestens unter Eltern Konsens. Hier muss aus dem Wunsch Realität werden. Genauso wie Räumlichkeiten für ambulante Tagespflege geschaffen werden sollten, um Angehörige zeitlich zu entlasten. Das brennt den Menschen in Steinbach wirklich unter den Nägeln.“

Der parteilose Dr. Klaus Weinberg möchte sich insbesondere den Themen Sport sowie Sicherheit widmen: „Als ehrenamtlicher Fußballtrainer und begeisterter Sport-Fan möchte ich die Interessen der Vereine ins Stadtparlament tragen, das ist doch klar. Zugleich gibt es bei Ordnung und Sicherheit einiges zu tun. Eine Aufstockung der Ordnungspolizei scheint ja mittlerweile unstrittig. Dies muss aber beschlossen werden. Zum anderen sollte diese auch im Stadtbild mehr Präsenz zeigen, bspw. durch verstärkte Streifen zu Fuß oder mit dem Rad und in den Abend- und Nachtstunden.“

In die gleiche Richtung denkt auch Yvonne Pickny, deren kleiner Sohn erst neulich ein Schlagloch im Bürgersteig vermessen hat: „Wenn den Kleinen schon die Schlaglöcher stören, könnt Ihr Euch vorstellen, wie sehr Seniorinnen und Senioren darunter leiden. Schlaglöcher beseitigen muss eine Selbstverständlichkeit sein. Deshalb schreibt sich die SPD ein klar definiertes Ziel auf die Fahne: Steinbachs Bürgersteige sollen bis 2022 schlaglochfrei und der Ausbau der Barrierefreiheit vorangetrieben werden. Und wenn man Dinge angeht, die eigentlich nicht sein dürfen, gehört auch eine Sanierung des Bahnhofs dazu. Kacheln und Boden sauber halten und die Wände durch Kinder und Jugendliche attraktiv gestalten lassen. 

Wie z.B. die Mauer an der Seniorenwohnanlage. Gleichzeitig die Beleuchtung verbessern und die Reinigung intensivieren. Das kann doch nicht so schwer sein.“ Zugleich verweist sie darauf, dass die SPD sicherere Fahrradständer installieren und insgesamt ein neues Beleuchtungskonzept für Steinbach ausarbeiten möchte.

Für SPD-Stadtrat Norbert Möller müssen Wohnen und Verkehr zusammen gedacht werden: „Beides muss passen. Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum für die Mittelschicht. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass eine feste Quote für bezahlbare Wohnungen bei Investorenprojekten kommt. Beim Neubau in der Nähe vom Edeka ist uns das schon gelungen. Und genauso klar ist, dass die Busanbindungen von und nach Steinbach besser werden müssen. In der Stadt selbst könnte zudem ein Ringbus (Elektro oder Wasserstoff) sinnvoll sein. Genauso wie eine grüne Welle auf unserer Hauptstraße. Wir werden das prüfen.“

Alle 40 Initiativen wird die SPD im Rahmen einer Wahlprogramm-Broschüre die Tage an alle Haushalte verteilen und sie auf ihrer Homepage (www.spd-steinbach.de) veröffentlichen.

Berichterstattung aus der Taunus Zeitung (Bitte anklicken)