SPD will Kinder- und Jugendpolitik stärken

Nicht eine, nicht zwei, sondern gleich drei Powerfrauen schickt die SPD Steinbach im Bereich Kinder- und Jugendpolitik ins Rennen um das Stadtparlament. Die junge Mutter Hannah Listing und Studentin Dilara Jestädt haben sich als Parteiunabhängige für eine Kandidatur auf der Liste der SPD entschieden, um sich in einem sehr wichtigen Politikfeld für die Menschen zu engagieren. Yvonne Pickny wollte zunächst parteilos kandidieren, ist dann jedoch der SPD beigetreten.

Yvonne Pickny, Hannah Listing und Dilara Jestädt vor dem alten Jugendhaus

„Im Bereich Kinder und Jugendliche ist in Steinbach noch Luft nach oben“, sagt Hannah Listing, die ein Betreuungszentrum in Oberursel leitet und mit Mann und Sohn in Steinbach lebt. „Das Jugendhaus hat damals leider nicht mehr funktioniert und ist deshalb geschlossen worden. Was wir aber brauchen, ist ein Kinder- und Jugendtreff der von diesen akzeptiert und gerne aufgesucht wird. Und zudem sollte hier eine hauptamtliche Kraft als Ansprechpartner dienen, die auch Beratungsleistungen für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern übernimmt. Es sollte ein integrierter Ansatz sein.“

Dem stimmt auch Dilara Jestädt zu, die Soziologie und Politikwissenschaften studiert: „Treffpunkte und andere Dinge für Jugendliche darf die Politik nicht einfach vorgeben, sondern muss sie mit den Jugendlichen erarbeiten. Die Räumlichkeiten müssen für Kinder und Jugendliche attraktiv sein, sonst werden sie nicht aufgesucht und wir verschwenden nur Geld.“ Jestädt erklärt, dass die SPD sich neben der hauptamtlichen Kraft noch einen Streetworker für aufsuchende Jugendarbeit vorstellen kann, der sich schwerpunktmäßig um Jugendliche mit problematischem Hintergrund kümmern würde.

Yvonne Pickny hebt hervor, wie wichtig es für Steinbach ist, Kinder und Jugendliche an die Stadt zu binden. „Wir müssen hier enger mit unseren Nachbarkommunen und den weiterführenden Schulen zusammenarbeiten. Es ist schade, wenn unsere Kinder und Jugendlichen auch ihre Freizeit hauptsächlich in Oberursel, Bad Homburg oder Kronberg verbringen, weil wir ihnen hier keine vernünftigen Angebote machen und wenig Identifikation mit unserer Stadt stattfindet“, so Pickny. Sie verweist zudem darauf, dass eine umfassende Jugendpolitik auch für den Bereich Sicherheit und Sauberkeit gut ist, da glückliche, ausgelastete Jugendliche weniger Unsinn machen, der zu oft in Ruhestörung und Sachbeschädigung endet.

Ansätze für Jugendpolitik, die ankommt, liefern derweil die Jusos Steinbach, die Nachwuchsorganisation der SPD. Richten diese doch seit Jahren erfolgreich ein Beachvolleyballtunier aus, engagieren sich mit Ständen auf dem Weihnachtsmarkt und bei Stadtfest und haben zuletzt erfolgreich einen Antrag auf einen Grillplatz durchs Stadtparlament gebracht, für den nun ein Ort gesucht wird. Die Idee für den Grillplatz kam dabei von Steinbacher Jugendlichen direkt.