SPD stellt ihr „Steinbacher Modell“ zur Wohnraumpolitik vor – Familien, Senioren und junge Leute stärken!

Das „Steinbacher Modell“ der SPD zur Wohnraumpolitik zielt auf die Mittelschicht ab und möchte bezahlbaren Wohnraum für Familien und Senioren fördern. Steinbach hat im Vergleich zu allen Nachbarstädten relativ viele Sozialwohnungen, welche für Menschen mit kleinen Einkommen gedacht sind, während besserverdienende Mitbürger häufiger keine attraktive bezahlbare Wohnung finden. Die Mittelschicht ist es, die in Steinbach und leider auch in anderen Städten hinten runterfällt und somit dringend Unterstützung benötigt.

SPD-Spitzenkandidat Moritz Kletzka im Gespräch

Hier setzt die SPD an. Sie möchten, dass die Gebiete in Steinbach, die aktuell keinen Bebauungsplan haben, zukünftig einen erhalten, um zum einen unpassend große Wohngebäude in Nachbarschaften (z.B. Staufenstraße) zu vermeiden und zum anderen Investoren zu verpflichten, bezahlbaren Wohnraum für die Mittelschicht zu schaffen. „Bei Investorenprojekten, wo mehr als fünf Wohneinheiten errichtet werden, soll zukünftig eine feste Quote an bezahlbarem Wohnraum vorgeschrieben werden, um die Mittelschicht zu stärken“, so der SPD-Spitzenkandidat Moritz Kletzka. Dies soll mit einem „Mittelschichtsprogramm“ sichergestellt werden. Hierdurch sollen Mitbürger in einer festgelegten Einkommensspanne Anrecht auf eine Wohnung  erhalten, die unter den marktüblichen Vermietungspreisen bei Neubauten liegen. „Dies ist wichtig und notwendig, um Familien, Senioren und junge Leute nicht aus unserer schönen Stadt zu verdrängen“, so Kletzka.

Es sollen auch keine neuen Wohntürme entstehen, so dass man im gesamten Stadtgebiet keine Mehrfamilienhäuser mit mehr als 40 Wohneinheiten genehmigen möchte, um auch die städtische Attraktivität beizubehalten und keine weiteren Verkehrsprobleme zu verursachen. Als gutes Beispiel für ihren Ansatz, führen die Sozialdemokraten das noch zu bauende Mehrfamilienhaus am Ortseingang Richtung Eschborn an. „Neben dem Gebäude mit Rossmann soll ein weiteres Mehrfamilienhaus entstehen, wobei die Auflage sein wird, dass mindestens 33% der Wohnungen ‚bezahlbar‘ sein müssen. Das sind keine Sozialwohnungen, sondern Wohnungen mit realistischen Mieten für Angehörige der Mittelschicht“, so Jürgen Galinski, Fraktionsvorsitzender der SPD im Steinbacher Stadtparlament. Galinski verweist zudem darauf, dass hinter diesem Gebäude ergänzend noch Doppel- oder Reihenhäuser entstehen sollten, um einen harmonischen Übergang zum Rest des Taubenzehnten zu schaffen.

Auch der jetzige Standort der Steinbacher Feuerwehr neben dem Rathaus würde sich für ein gemischtes Wohn- und Verwaltungsgebäude eignen, sobald die Feuerwehr ihr neues Quartier in der Nähe des neuen Gewerbegebietes bezogen hat. Hier stellt sich die SPD zudem vor, die Stadtbücherei unterzubringen und das Gebäude mit einem attraktiven Außenbereich zu versehen, wo man nicht nur Bücher ausleihen, sondern auch ein Buch lesen und einen Kaffee trinken kann. Die Sozialdemokraten unterstreichen ausdrücklich, dass innerstädtische Standorte vorrangig entwickelt werden sollten, um Flächenversiegelung zu vermeiden und auch keine Siedlungsgroßprojekte zu starten. Die Stadt im Grünen soll bestmöglich erhalten werden. Eine Bebauung westlich der A5 wird deutlich abgelehnt, wobei die SPD diese Pläne als tot ansieht und jegliche weitere Beschäftigung damit als Irrführung der Wähler betrachtet, die zudem keinerlei wohnungspolitische Probleme löst.

Die Sozialdemokraten möchten insgesamt bei innerstädtischen Baumaßnahmen mit Augenmaß agieren, da Steinbach bereits sehr eng bebaut ist, weshalb der SPD eine stärkere innerstädtische Begrünung sehr wichtig ist.

Ein letzter Punkt ist die Straßenbeitragssatzung, die bisher nur die Eigentümer, die an einer sanierten Straße wohnen, mit Beiträgen belastet. Da dies von vielen als einseitig und unfair angesehen wird, möchte die SPD diese nach der Wahl gemeinsam mit den Bürgern hin zu mehr Fairness überarbeiten.