SPD trauert um Karin Ruß

SPD-Vorsitzender Moritz Kletzka bei ihrem 75. Geburtstag im vergangenen Jahr

Im Juni 2020 konnte Karin coronabedingt im kleinen Kreis noch ihren 75. Geburtstag feiern und auch Moritz Kletzka ließ es sich als Vorsitzender der SPD nicht nehmen, ihr zu gratulieren. Damals war sie schon voller Hoffnung, bald in die Altenwohnanlage am Birkenweg umzuziehen.

Karin Ruß war in Steinbach viele Jahre in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen tätig. Für die SPD war sie Stadtverordnete und viele Jahre im Vorstand der Partei tätig. Auch im Vorstand der AWO brachte sie sich mit viel Engagement ein.

Neben der politischen Arbeit gehörte aber ihr Herz dem Fußball. Ihr leider sehr früh verstorbener Mann spielte beim FSV und es gab so gut wie kein Spiel, an dem Karin nicht als leidenschaftliche Fußballerin am Spielfeldrand mitfieberte. Dieses Engagement setzte sich dann auch im Vorstand fort, wo sie zunächst Kassiererin und Beisitzerin war und von 2010 bis 2018 den 1. Vorsitz beim FSV übernahm.

Ihr Einsatz für die Menschen brachte sie auch dazu, sich viele Jahre in der Einen-Welt-Gruppe der Ev. St. Georgsgemeinde einzubringen.

Überhaupt hat sich Karin stets für die schwächsten Mitglieder in unserer Gesellschaft und vor allem in Steinbach eingesetzt, egal ob Kinder, ältere Menschen oder auch Geflüchtete. Sie war immer zur Stelle, wenn sie gerufen wurde und deshalb auch bei vielen Menschen in Steinbach so bekannt und beliebt.

Sie war eine sehr starke Kämpferin für die soziale Gerechtigkeit und hat dazu immer ganz entschieden ihre Meinung vertreten, auch vor schwierigen Themen scheute sie nicht zurück. Viele, die sie kannten, werden sich erinnern, dass Karin bei so manchem Gespräch über kurz oder lang auf diese Themenbereiche kam.

In den letzten Jahren hatte sie sich krankheitsbedingt etwas zurückgezogen. Anfang Dezember konnte sie dann endlich in ihre neue Wohnung mit Fahrstuhl im Birkenweg einziehen.

Kurz nach dem Einzug musste sie in die Klinik und konnte dann Ende Januar wieder in ihre Wohnung zurück. Die letzten Tage war sie damit beschäftigt, sich in ihrer Wohnung einzurichten und neu zu orientieren.

Leider war ihre Zeit in der neuen Umgebung nur von kurzer Dauer. Am 16. Februar ist Karin überraschend von uns gegangen.

Ihre Leidenschaft und Ihr Engagement werden wir in der SPD, aber auch viele andere Menschen in Steinbach, vermissen. Sie wird uns fehlen und wir werden sie nicht vergessen.