Modernisierung des Park+Ride Parkplatzes – SPD Oberursel & SPD Steinbach vor Ort

Dabei stellte der Steinbacher SPD-Vorsitzende und Mitglied des Kreistages Moritz Kletzka zunächst heraus, dass es ein vorrangiges Ziel sei, Bürgern aus beiden Gemeinden den Weg zum Bahnhof zu erleichtern und dies am besten mit Bus und Fahrrad, was aus ökologischen Gründen vorzuziehen sei. Er wisse zwar, dass es morgens ab 8 Uhr bereits schwierig werde, noch einen der rund 120 Parkplätze auf dem Park & Ride-Platz zu bekommen und die SPD möchte sich auch hier um Abhilfe bemühen. „Nichtsdestotrotz möchten wir zunehmend erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger überhaupt nicht in ihr Auto steigen müssen. Dazu braucht es eine bessere Gebietsabdeckung und Frequenz der Busse, um zum Bahnhof und von dort weiter zu kommen. Darüber hinaus sind wirklich sichere Fahrradabstellmöglichkeiten am Bahnhof selbst notwendig“, so Kletzka, der auch Fraktionsvize im Stadtparlament ist.

Steinbachs SPD-Chef Kletzka schildert die aktuellen Gegebenheiten Bild: Dennis Komp

Am Freitagnachmittag  voriger Woche trafen sich rund 30 SPD-Stadtparlamentarier aus Oberursel und Steinbach sowie Parteimitglieder und Bürger, um sich am S-Bahnhof Oberursel Weißkirchen/Steinbach über konkrete Verbesserungsmöglichkeiten und die Kooperation bei den Themen ÖPNV, Mobilität und Verkehr auszutauschen. Ein verändertes Verkehrsverhalten und verstärkte Anforderungen an den Klimaschutz bedürfen neuer Lösungen.

Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum betonte den Hintergrund des Termins: „Beim Thema Verkehr gibt es keine Grenzen. Lösungen können nur interkommunal gefunden werden. Die verschiedenen Verkehrsformen müssen vernetzt angeboten werden und für die Akzeptanz kommt vor allem auf die Taktung und die Tarife im öffentlichen Personennahverkehr an.“

Dabei stellte der Steinbacher SPD-Vorsitzende und Mitglied des Kreistages Moritz Kletzka zunächst heraus, dass es ein vorrangiges Ziel sei, Bürgern aus beiden Gemeinden den Weg zum Bahnhof zu erleichtern und dies am besten mit Bus und Fahrrad, was aus ökologischen Gründen vorzuziehen sei. Er wisse zwar, dass es morgens ab 8 Uhr bereits schwierig werde, noch einen der rund 120 Parkplätze auf dem Park & Ride-Platz zu bekommen und die SPD möchte sich auch hier um Abhilfe bemühen. „Nichtsdestotrotz möchten wir zunehmend erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger überhaupt nicht in ihr Auto steigen müssen. Dazu braucht es eine bessere Gebietsabdeckung und Frequenz der Busse, um zum Bahnhof und von dort weiter zu kommen. Darüber hinaus sind wirklich sichere Fahrradabstellmöglichkeiten am Bahnhof selbst notwendig“, so Kletzka, der auch Fraktionsvize im Stadtparlament ist.

Dass die aktuellen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder nicht adäquat sind, darauf wiesen mehrere Teilnehmer der Gruppe hin. Einer Bürgerin wurden bereits zwei Fährräder gestohlen, zum einen da der alte Fahrradabstellplatz schlecht einsehbar ist und zum anderen, da die vorhandenen Abstellmöglichkeiten instabil und daher extrem leicht zu manipulieren sind.

Dazu sagte die Vorsitzende der Oberurseler SPD, Antje Runge, dass sie sich freue, dass die Fahrradboxen, die bald auf der Oberurseler Seite des S-Bahnhofs montiert werden, ein erster Schritt seien. „Nur wer sein Fahrrad am Bahnhof sicher weiß, wird dieses in Kombination mit der Bahn als Alternative zum Auto nutzen. Eine günstige Möglichkeit sind einbetonierte Bügel, an die man das Fahrrad mit dem Rahmen anschließen kann oder auch doppelstöckige Fahrradabstellplätze“, so Runge. Sie ergänzt: „Nicht zu vergessen sind öffentlich zugängliche Elektroladestationen, sowohl für E-Bikes als auch für Elektroautos. Die Strategien zur Verkehrswende müssen neu gedacht werden und nachhaltige Energieträger einbeziehen. Das ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die Verbesserung der Lebensqualität.“

Oberursels SPD-Chefin Runge mit Bürgermeister Hans-Georg Brum Bild: Dennis Komp

Die Gruppe besichtigte auch den Steinbacher Park & Ride-Platz sowie die angrenzende Freifläche, welche zu Oberursel gehört und auf welcher momentan Erde, Schutt und Container gelagert werden. „40 bis 50 Plätze könnte man auf dem vorderen Teil des Grundstücks schon schaffen“, betonte Brum. Allerdings wäre dies nicht kurzfristig machbar. „Wir werden das in den Bauausschuss bringen“, sicherte Brum den Anwesenden zu. Dass die Stadt Steinbach sich jedoch vermutlich um die Finanzierung kümmern müsse, machte Dr. Eggert Winter, der Fraktionsvorsitzende der SPD Oberursel, klar: „Wir werden hier nicht mit eigenem Geld helfen können. Eine Bewirtschaftung des Platzes wie am Oberurseler Bahnhof ist wohl notwendig.“

„Darüber hinaus müssen wir uns Gedanken machen, wie man verhindert, dass der Parkplatz zukünftig von Zupendlern des neuen Gewerbegebietes genutzt wird. Die Firmen des neuen Gebietes müssten auf jeden Fall ausreichend Parkplätze für Arbeitnehmer und Kunden zur Verfügung stellen, damit sich die Situation nicht noch weiter verschlechtert“, so der Steinbacher SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Galinski.

Am Ende des Rundgangs tauschten sich die Teilnehmer zu den Themen Busse und der Verbindung von Steinbach und Oberursel aus.

Dabei verwies SPD-Chef Kletzka darauf, dass der 91er Bus ein Drittel des Stadtgebiets überhaupt nicht abdeckt. „Wir streben kleinere Busse an, die auch durch Steinbachs Gassen passen. Am besten mit E-Antrieb.“ Darüber hinaus ist es das mittel- bis langfristige Ziel der Steinbacher Sozialdemokraten, dass in der Rushhour der 91er häufiger fährt und jeder gut mit dem Bus zum Bahnhof gelangt.

Diese Vorhaben müsse angegangen werden, ebenso wie der Punkt, dass die Linie 252 nur unregelmäßig zwischen Oberursel und Steinbach fahre, was gerade vielen älteren Steinbachern, bspw. das Wahrnehmen von Facharztterminen in Oberursel erschwere. „Das brennt vielen in Steinbach unter den Nägeln“, so Fraktionschef Galinski, der zudem ankündigte, dass die Koalition im Steinbacher Stadtparlament einen entsprechenden Antrag zur Verbesserung dieser Situation einbringen werde. Insbesondere wenn ab 2020 das Seniorenticket für Bürgerinnen und Bürger ab 65 nutzbar wird, müssten die Busverbindungen so sein, dass sie auch den konkreten Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger entsprechen.