Kletzka: „Ein Wahlprogramm für Steinbachs Mitte“

Moritz Kletzka, Bürgermeisterkandidat der SPD, mit Wahlempfehlung von Bündnis 90/Die Grünen ist dieser Tage sehr zufrieden mit dem bisherigen Wahlkampf, kommen seine Themen in der Stadt doch sehr gut an. Zu gut allerdings, wie manche aufmerksame Steinbacherinnen und Steinbacher sowie die Mitglieder der SPD bereits bemerkt haben. Seit Tagen schon melden sich Bürgerinnen und Bürger bei Kletzka, mit dem Hinweis, dass seine Themen von den politischen Mitbewerbern kopiert werden, teilweise sogar bis auf einzelne Worte.

Bürgermeisterkandidat Moritz Kletzka im Gespräch Bild: Daniel Klantke

Moritz Kletzka, Bürgermeisterkandidat der SPD, mit Wahlempfehlung von Bündnis 90/Die Grünen ist dieser Tage sehr zufrieden mit dem bisherigen Wahlkampf, kommen seine Themen in der Stadt doch sehr gut an. Zu gut allerdings, wie manche aufmerksame Steinbacherinnen und Steinbacher sowie die Mitglieder der SPD bereits bemerkt haben. Seit Tagen schon melden sich Bürgerinnen und Bürger bei Kletzka, mit dem Hinweis, dass seine Themen von den politischen Mitbewerbern kopiert werden, teilweise sogar bis auf einzelne Worte.

 

Kletzka aber bleibt entspannt: „Ich empfinde das nicht als Problem, sondern freue mich, weil es zeigt, dass unsere Themen so gut ankommen, dass andere diese adaptieren. Die Bürgerinnen und Bürger in Steinbach wissen am Ende aber sehr genau, wer das Original ist und wem diese Themen wirklich am Herzen liegen und wer sie lediglich aufgreift, weil eigene Ideen scheinbar nicht vorhanden sind oder man mit unserer Stadt und ihren Menschen nicht vertraut ist.“

Unter dem Slogan „Ein Steinbacher für Steinbach“ ist Moritz Kletzka bereits im Dezember 2018 mit seinen Themen an den Start gegangen. Diese wurden allen Steinbacherinnen und Steinbachern per Hauspost-Flyer präsentiert.

In Steinbach aufgewachsen und seit bereits 10 Jahren politisch aktiv, hat der Bürgermeisterkandidat vor wenigen Tagen auch seine Homepage www.moritz-kletzka.de live geschaltet und veranstaltet seit Anfang 2017 regelmäßig seine Bürgerdialog-Stände. „Mit Hilfe meiner Infostand-Tour konnte ich zahlreiche Meinungen, Anregungen und Probleme direkt vor Ort und unmittelbar von den Bürgerinnen und Bürgern aufgreifen. All das ist in mein Programm eingeflossen“, sagt Kletzka.

 

Kletzka erklärt, dass es ihm wichtig war und ist nicht alle möglichen Politikfelder einfach nur zu benennen, sondern ganz konkret die drei wichtigsten Kernthemengebiete der Stadt aufzunehmen und hierzu umsetzbare Vorschläge und Lösungen aufzuzeigen. Jeder wolle einen ausgeglichenen Haushalt oder etwa eine saubere Stadt, die Felder mit dem größten Einfluss auf die Zukunft Steinbachs seien aber „Stadt & Kultur“, „Bürgerbeteiligung“ sowie „Umwelt & Infrastruktur“.

 

„Für viele Menschen ist Steinbach, trotz des stark ausgeprägten Vereinslebens, leider bloß eine Schlafstadt“, stellt der Bürgermeisterkandidat kritisch fest. Aus diesem Grund gibt er als eines seiner wichtigsten Ziele an, die Innenstadt Steinbachs beleben zu wollen. Dazu zählt für Kletzka die Qualität der bestehenden Feste und Wochenmärkte zu erhöhen, aber auch neue hinzu zu gewinnen. Das SPD-Weinfest, mit zuletzt über tausend Besuchern, zu einem Steinbacher Weinfest mit mehr Winzern und mehr Besuchern weiterzuentwickeln, gehört für ihn genauso dazu, wie beispielsweise ein Open-Air-Kino oder ein temporärer Wasserspielplatz für Kinder.

 

„Viele Bürger in Steinbach würden es gerne sehen, wenn wir das kulinarische Angebot unserer Wochenmärkte mit neuen Produkten ausbauen. Auch ein Marktfrühstück mit musikalischem Rahmenprogramm kann dazu gehören“, so Kletzka, der den Münchener Viktualienmarkt als Vorlage nennt, von dem man bestimmte Teile auch für Steinbach übernehmen kann.

 

Besondere Bedeutung hat für ihn auch das Bürgerhaus, das er besser nutzen will. Hier möchte er zum einen dafür sorgen, dass Kabarett, Theater- und Musikveranstaltungen, aber auch Ausstellungen dort stattfinden können. Zum anderen will er die Gebührenordnung überarbeiten und dabei die kostenlose Nutzung durch die Parteien beschränken, um sie für die Steinbacher Vereine günstiger zu machen.

 

Bei seinem zweiten großen Thema, der Bürgerbeteiligung, geht es Kletzka darum, der allgemeinen Politikverdrossenheit etwas entgegen zu setzen. „Als Bürgermeister möchte ich den Steinbachern nicht nur mehr Gehör schenken, sondern sie in Ideenwerkstätten direkt an Vorhaben, Projekten und Prozessen mitarbeiten lassen.“ Als stellvertretender Vorsitzender des Vereinsrings ist ihm zudem bewusst, dass auch die Steinbacher Vereine und Institutionen im Rathaus zukünftig besser berücksichtigt werden müssen.

 

Um die Themen KiTa, Schule, aber auch Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche partnerschaftlicher angehen zu können, schlägt Kletzka vor, einen Stadtelternbeirat zu gründen und diesem ein Anhörungsrecht im städtischen Sozialausschuss einzuräumen. Mit Elternvertretern möchte er auch gerne über seine Ideen des Einsatzes eines Streetworkers sprechen sowie die Gründung eines ehrenamtlichen „Familientreffs“, der sich rund um die Belange der Steinbacher Eltern kümmert und gemeinsam mit den örtlichen Vereinen Angebote anbietet. „Ich möchte Familien die Möglichkeit der Begegnung, des Austauschs und dem Dazulernen für werdende Eltern und junge Familien geben.“

 

Beim Themenkomplex Umwelt & Infrastruktur steht für Kletzka an erster Stelle die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts für Steinbach, zu welchem auch der vermehrte Einsatz von Photovoltaik auf städtischen Gebäuden gehört, der Schutz der Grünflächen in und um Steinbach und in diesem Rahmen auch die Tatsache, dass er Frankfurter Wohnbebauung westlich der A5 ausdrücklich zurückweist.

 

Das erschwingliche Wohnen ist für Kletzka jedoch ein sehr wichtiger Bestandteil seines Programms. „In Steinbach gibt es viel sozialen Wohnungsbau und auch ein breites Angebot an hochpreisigem Wohnraum, das Mittelmaß dazu fehlt uns jedoch. Wir brauchen bezahlbare Wohnungen für die Mittelschicht, um die Verdrängung von alteingesessenen Steinbachern zu verhindern“, verdeutlicht er. Wichtig ist ihm hierbei, dass die Stadt Steinbach gemeinsam mit Wohnungsbaugesellschaften ein Konzept entwickelt, um altersgerechtes Wohnen für Senioren zu ermöglichen, aber auch die freiwerdenden, größeren Wohnungen für Familien bereit zu stellen.

 

Weitere Maßnahme seines Programms ist die Verkehrsberuhigung für die gesamte Stadt, insbesondere im Bereich der Kronberger Straße, wo Kletzka im engen Austausch mit den Bürgern vor Ort ist. Darüber hinaus stehen Fahrradboxen am Bahnhof und ein ÖPNV-Bedarfskonzept zur Prüfung. Hinzu kommen neue Rad- und Schulwege, ein seit langem geforderter Grillplatz, das Ausloten einer weiteren Ansiedelung von Cafés und Bars sowie zu guter Letzt der Ausbau des Glasfasernetzes im bestehenden Gewerbegebiet, um dieses genauso attraktiv zu gestalten wie das neue Gewerbegebiet.

Visionen, für ein zukünftiges, gemeinsames und attraktiveres Steinbach!