Diskussion zur Pflegepolitik

Unter dem Motto „Ist die Pflege noch zu retten?“ haben wir am 8. Oktober im Traute und Hans-Matthöfer-Haus der Arbeiterwohlfahrt in Oberursel diskutiert. Gemeinsam mit mir waren der Landtagsabgeordnete Gerhard Merz, den Thorsten Schäfer-Gümbel als Minister für den Bereich Soziales in sein Regierungsteam geholt hat, sowie die Leiterin der Einrichtung Leyla Saglam und Karolina Petermichl, die zurzeit eine Ausbildung in der Altenpflege macht.

Gerhard Merz machte deutlich, dass „der Pflegeberuf auch in Hessen attraktiver gestaltet werden muss und die Bezahlung verbessert werden muss“. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich ist ein zentrales Element, um genügend Menschen für diese Arbeit zu gewinnen. Klar ist deshalb für mich: Neben der besseren Bezahlung brauchen wir auch verbindliche Personalvorgaben, die durchgesetzt und kontrolliert werden, nur so können wir die Beschäftigten in diesem Bereich vor Überbelastung schützen. Leyla Saglam wies darauf hin, mit welchen umfangreichen Aufgaben die Beschäftigten neben der Pflege auch befasst seien, so müsse neben der Zuwendung für die Menschen die Pflege auch umfangreich dokumentiert werden, was viel Zeit in Anspruch nehme. Es sei eine Herausforderung, in der Region fachlich geeignete Bewerberinnen und Bewerber für die Altenpflege zu finden, dies sei aber Grundvoraussetzung für eine gute Pflege. Karolina Petermichl berichtete von ihrer Ausbildung und den umfassenden theoretischen Kenntnissen, die für die Arbeit in diesem Bereich erworben werden müsse. Sie wies darauf hin, dass diese Arbeit auch eine bessere gesellschaftliche Anerkennung brauche.