Kraft für Lösungsvorschläge anstatt für Aktionstage aufwenden

Über die unklare Haltung zum Wohnen bei der FDP Hochtaunus zeigte sich Henning Groskreutz verwundert: „Das ist schon erstaunlich, einerseits forderte die FDP noch im August im Hessischen Landtag, dass aufgrund der mangelnden innerstädtischen Zubau- und Nachverdichtungsmöglichkeiten, neue großflächige Wohngebiete notwendig sind und der Bau von neuen Stadtquartieren, wie etwa an der A 5 oder am Main-Taunus-Zentrum, nicht von vornherein abgelehnt werden darf (LT Drs. 19/6703 Ziffer 4). Gleichzeitig macht die FDP Hochtaunus mit ihrem Steinbacher Landtagskandidaten bei ihrem heutigen Aktionstag deutlich, dass sie sich in unverantwortlicher Weise der CDU anschließt und die Bürgerinnen und Bürger verunsichert.“

„Diese Haltung ist widersprüchlich“, stellte Groskreutz fest und verwies darauf, dass es eine zentrale soziale Frage unserer Zeit sei, ob jeder sich das Wohnen leisten könne. „Die FDP soll die Bürgerinnen und Bürger nicht hinter die Fichte führen“, so Groskreutz weiter.

Gemeinsam im Gespräch (v.l.n.r.): Landtagskandidat – Henning Groskreutz, Ortsvorsteher des Ortsbeirates 1 – Dr. Oliver Strank, Steinbachs SPD-Chef -Moritz Kletzka

Er betonte, das Ziel der SPD sei es, dass niemand mehr als ein Drittel des Einkommens für die Miete ausgeben müsse. Dafür wird mehr –in und um die Kernstädte – gebaut, Landes-Grundstücke mobilisiert und die Mieterrechte gestärkt werden müssen. Die Zahl preisgebundener Wohnungen hat sich in den letzten 19 Jahren mehr als halbiert. Für das innere Rhein-Main-Gebiet ist bis 2030 mit einem Bevölkerungswachstum von ca. 130.000 Menschen zu rechnen. Es braucht deshalb mehr Aktionen für bezahlbaren Wohnraum im gesamten Rhein-Main-Gebiet und keine Aktionstage dagegen. Deshalb fordert Groskreutz nachdrücklich, mehr Mobilität und Infrastruktur in bisher noch nicht so gut erschlossenen Ortschaften, um den Wohnungsdruck aus zum Beispiel Frankfurt und den direkt angrenzenden Umlandgemeinden zu nehmen. Mit einer besseren Mobilität würde man u.a. Anreize für Unternehmen und somit Arbeitsplätze schaffen, das Leben vor Ort attraktiver gestalten und die Naherholungsflächen des Ballungsgebietes entlasten. Nur so kann eine verantwortliche Lösung für die Bürgerinnen und Bürger aussehen.

Groskreutz erinnerte nochmals daran, dass es auch den Frankfurter Pfingstberg als weitere mögliche Alternative gebe: Hier haben bisher die Frankfurter CDU- und FDP-Spitzen blockiert: „Es ist an der Zeit zu handeln, anstatt in den Feldern der Umlandkommunen umherzulaufen und Vorschläge einfach abzubügeln.“