SPD versteigert Steinbacher Stadtwein für guten Zweck

Beim diesjährigen Steinbacher Weinfest konnten die Besucher nicht nur in geselliger Atmosphäre regionale Weinspezialitäten genießen, es bot sich ihnen nebenbei auch die Möglichkeit, ein Stück Steinbacher Geschichte in Form von vier Flaschen Stadtwein zu gewinnen.

Die Gewinner begutachten die 30 Jahre alten Weinflaschen Bild: Daniel Klantke

Der Weinbau hatte in Steinbach lange Zeit Tradition. Schon im 2. Jahrhundert begannen die Römer den ersten Wein auf Steinbacher Boden anzubauen, was bis ins 16. Jahrhundert hinein fortgeführt wurde. In den 1980er Jahren setzte der damalige Steinbacher Bürgermeister Walter Herbst (SPD) diese Tradition schließlich wieder fort und ließ von 1985 bis 1988 auf dem heutigen Gelände des städtischen Kindergartens Wein anbauen, dessen Lese mit jährlichen Weinfesten gefeiert wurde.

Bereits im Jahr 1989 musste der Weinbau allerdings wieder beendet werden, um Platz für die Erweiterung des städtischen Kindergartens zu schaffen. Damit fand auch die Zeit der Weinfeste in Steinbach ein Ende.

30 Jahre nach dem letzten Weinfest ließ die SPD diese Tradition im vergangenen Jahr wieder aufleben. Aus diesem Anlass versteigerten die Sozialdemokraten auf dem diesjährigen Weinfest vier aus den Jahren 1987 und 1988 verbliebene Flaschen Steinbacher Stadtwein und spenden den Erlös an die Jugendarbeit der Sozialen Stadt.

Bei 115 verkauften Losen zu einem Preis von je 2 Euro pro Los konnten insgesamt 230 Euro eingenommen werden, welche zunächst von der SPD auf 300 Euro aufgestockt wurden.

Das Engagement begeisterte den Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich, sodass er die Aktion noch um 200 Euro aus eigener Kasse unterstütze, und somit insgesamt eine Spende von 500 Euro an die Soziale Stadt überreicht werden kann.

Parteichef Kletzka und Wiesbadens Oberbürgermeister Gerich überreichen den Stadtwein