„Ein Mann der die Stadt prägte, wie kein anderer“

Bild (v.l.n.r.): SPD-Vorsitzender Moritz Kletzka, Stadtverordnetenvorsteher Manfred Gönsch und Ehrenbürgermeister Walter Herbst.

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit ehrt die Steinbacher SPD ihre Mitglieder für deren langjährige Mitgliedschaft. Dieses Jahr durfte der Laudator Manfred Gönsch auf die Arbeit des langjährigen Gesichts der SPD zurückblicken. Die Genossen feiern ihren Ehrenvorsitzenden, langjährigen Bürgermeister und Ehrenbürgermeister Walter Herbst für 65 Jahre Parteimitgliedschaft!

Herbst, der sinnbildlich für den Aufstieg des kleinen Örtchen Steinbachs zur selbstbewussten Taunusstadt steht, lernte den Ort jedoch erst 1935 als kleiner Junge mit sechs Jahren kennen. Der gebürtige Frankfurter zog mit seiner Familie in das damals noch beschauliche Dörfchen. Nach der Schule absolvierte er im Ort eine Lehre als Mechaniker, ehe er 1958 nach dem Besuch der Akademie der Arbeit in Frankfurt Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall wurde.

Ende der 50er Jahre folgte der politische Aufstieg. Nach der Wahl zum 1. Vorsitzender des SPD Ortsvereins 1959, wurde er im Jahr darauf zum Vorsteher der Steinbacher Gemeindevertretung. 1962 wurde er Steinbachs Bürgermeister und lenkte in den folgenden 30(!) Jahre die Geschicke des Ortes. Von Beginn an arbeitete der neue Bürgermeister mit Hilfe seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter daran aus dem Örtchen, eine moderne Wohnstadt zu formen, deren Lebensqualität noch heute von der guten Arbeit des langjährigen Rathauschefs zeugt.

Herbst schuf Wohnraum für junge Familien, weshalb Steinbachs Einwohnerzahl von 1960 1713 Einwohner auf 1980 10550Einwohner stieg. Doch nicht nur Wohnungen wurde in der Regierungszeit von Walter Herbst geschaffen. Auch der Ausbau der städtischen Infrastruktur wurde zielstrebig vorangetrieben. Die Steinbacher konnten sich über den Bau des Bürgerhauses, der Geschwister-Scholl-Schule, der Altkönighalle und der Seniorenwohnanlage freuen, um nur einige Projekte aus der Zeit zu nennen. 1972 folgte der Höhepunkt des Aufstiegs des Ortes. Seither darf sich der Steinbach stolz als Stadt bezeichnen

Doch nicht nur die Stadt erlebte unter Walter Herbst ihren Aufstieg. Auch die Steinbacher Sozialdemokratie konnte aufgrund der guten Politik enorme Erfolge feiern. „Walter Herbst hat unsere Stadt und unsere Partei geprägt, wie kein anderer“, sind sich Laudator Manfred Gönsch und SPD-Chef Moritz Kletzka am Abend der Ehrung einig. „Wir profitieren noch heute von der enormen Erfahrung unserer Mitglieder, allen voran natürlich von Walter“, erklärt Kletzka weiter.

Die Mischung aus Erfahrung und jungen Ideen ist seiner Meinung nach auch der Grund, warum bei der letzten Kommunalwahl zu Beginn des Jahres wieder mehr Steinbacher ihr Kreuzchen bei der SPD machten. Dieses Vertrauen gilt es nun wieder zurückzugeben. Vielleicht können die Genossen irgendwann wieder den Sessel im Rathaus besetzen. „Davon bin ich überzeugt“, ist sich Kletzka sicher.