CDU – ein zahnloser Tiger

TuS-Badminton (Quelle: TuS Steinbach)

Kaum in der Opposition angekommen, vollzieht die CDU Steinbach bei den Nutzungsgebühren für Vereine eine doppelte Rolle rückwärts und stellt damit ihre Glaubwürdigkeit infrage. So war sie vor etwa zwei Jahren die treibende Kraft hinter der Einführung der Nutzungsgebühren für Steinbacher Vereine. Frei nach Bundeskanzler Konrad Adenauers Motto "Was interessiert mich heute mein Geschwätz von gestern?", stellt sie sich nun öffentlich als Heilsbringer für Steinbacher Vereine dar.

„Die SPD Steinbach hatte damals weit geringere Gebühren in die Diskussion eingebracht, um die Wertschätzung gegenüber der ehrenamtlich geleisteten Arbeit der Vereine auszudrücken“, so der Fraktionschef Jürgen Galinski.

Die SPD hatte darüber hinaus gefordert, die Nutzungsgebühren für Kinder und Jugendliche zu streichen, da diese Arbeit besonders wichtig für den kommunalen Zusammenhalt ist und dringend benötigt wird.

„Außerdem hat die SPD eine Vereinfachung der pauschalisierten Abrechnung vorgeschlagen. Alles Ideen, die eine Belastung der Vereine erträglich und die Abrechnung mit der Stadtverwaltung vereinfacht hätten“.

Das hat die CDU aber nicht interessiert. All diese Bedenken und Anregungen haben sie mit Achselzucken kommentiert und den Vereinen ohne zu zögern die Nutzungsgebühren auferlegt.

„Die CDU Steinbach ist bei den letzten Kommunalwahlen auch für dieses Verhalten zu recht abgestraft worden, da sie den Tatsachen nicht ins Auge sehen wollten. Wer 28% der Wählerstimmen in zehn Jahren verliert, sollte sich Gedanken machen, woran das liegt", so Moritz Kletzka.

Die Interessen der Vereine wurden in den letzten Jahren mit Füßen getreten und ihre Sorgen wurden ignoriert. „Die Einwohnerinnen und Einwohner Steinbachs sollen mit diesem Antrag hinters Licht geführt werden. Die CDU Steinbach ist wie ein Tiger, dem am 6. März die letzten Zähne gezogen wurden, der nun aber doch noch einen Angriff wagt. Die SPD Steinbach ist sich jedenfalls sicher: so eine Politik schadet der Stadt Steinbach. Von einer Volkspartei kann man eigentlich mehr Geradlinigkeit erwarten“, so der SPD-Vorsitzende abschließend.